Warum Work and Travel Kanada? (Update #1)

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Das ist der erste Beitrag in einer Reihe, in der ich erkläre, warum, wann und wie ich nach Kanada gehe. Das gehört – zumindest meiner Ansicht nach – zur Vollständigkeit dieses Blogs dazu. Außerdem muss ich es ohnehin regelmäßig erklären, also warum nicht auch schriftlich.

Bei der Erstveröffentlichung dieses Beitrags sind es noch circa 6 Monate bis zum Abflug. Gleichzeitig ewig lange hin und doch schon irgendwie bald. Mit diesem Beitrag beginnt auch die Planung.

Darüber, wie ich mein Visum bekommen habe, könnt ihr hier lesen: Work & Travel: Visum beantragen

Warum noch mal ins Ausland?

Ich wollte noch einmal längere Zeit ins Ausland. Meine längste Erfahrung war bisher mein Auslandssemester in Australien 2015. Auch wenn mich diese Zeit geprägt hat und ich hoffe, irgendwann wieder nach Australien (und Neuseeland) zurückzukehren, hat mir damals auch etwas gefehlt.

Durch zu hohe Erwartungen und persönliche Probleme war das Auslandssemester nicht diese unglaublich tolle Sache, von der jeder sein ganzes Leben berichtet, immer mit den Worten: Das war die beste Zeit meines Lebens!

Daher ist es kein Wunder, dass ich jetzt, vier/fünf Jahre später und hoffentlich emotional gereift, einen neuen Versuch starten möchte – mit einer anderen Herangehensweise.

Warum ausgerechnet nach Kanada?

Wenn man nur deutsch und englisch spricht, sind die Möglichkeiten für einen längeren Auslandsaufenthalt zwar zahlreich, aber trotzdem begrenzt. Australien und Neuseeland habe ich bereits erlebt – außerdem sind die sehr, sehr weit weg.

Großbritannien ist etwas zu nah, ich weiß genau, wenn ich nur zwei Flugstunden von zu Hause entfernt bin, dann treibt es mich viel zu schnell wieder in die Heimat. Bleiben also USA und Kanada.

Ich hoffe im Zuge meiner Reise auch einen Abstecher in die USA zu machen. Aber dort leben? Eher unwahrscheinlich beim aktuellen politischen Klima. Es mag für einige übertrieben klingen, aber tatsächlich verunsichert es mich auch, dass jeder in den USA eine Waffe haben kann. Als jemand, der Menschen nicht vertraut und von den Abgründen der menschlichen Psyche fasziniert ist, will ich nicht, dass jemand mich mit dem Zucken eines Fingers erledigen kann.

Mal ganz abgesehen davon, ist Work & Travel in den USA auch einfach nicht so zu realisieren wie in anderen Ländern.

Last but not least bin ich Fan davon, längere Auslandsaufenthalte dort zu absolvieren, wo man schon einmal war – ganz entgegen aller Auswanderer in Auswandershows, die ungesehen ihr ganzes Leben abbrechen und sich wundern, dass das Zielland gar nicht so ist wie im Fernsehen.

Kanada Erfahrungsbericht

bald hills

Wann, wie, wo, was?

Häufigste Frage, die ich höre, wenn ich Kanada erwähne: Wann geht’s denn los? Antwort, immer: Wahrscheinlich im März.

Sobald man sein Work Permit erhalten hat, muss man es innerhalb eines Jahres aktivieren, sonst verfällt es. Bei mir ist das Mitte März, also fliege ich wohl Anfang März rüber. So spare ich noch möglichst lange Geld.

Zweithäufigste Frage: Und für wie lange? Antwort, immer: Keine Ahnung. Wirklich. Ich kann nach drei Monaten wieder da sein, nach sechs oder eben nach 12 Monaten, so lange darf ich mit dem Visum bleiben und arbeiten.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es einfach eine Frage des Geldes. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht einfach irgendwie losfliege und den nächstbesten Job annehme. Kellnern ist schlimmer als auf Legosteine zu treten und an der Kasse sitzen zu eintönig und zu menschenkontaktlastig.

Also muss ich mich darauf einstellen, erst einmal eine Weile zu suchen, bis ich einen passenden Job gefunden habe. Leben in Kanada ist außerdem teurer als ein Escort zu Weihnachten und somit ist es schwierig einen Job zu finden, der die Rechnungen zahlt und gleichzeitig zum Sparen für späteres Reisen reicht.

Dritthäufigste Frage: Wohin genau? Westküste. Dort sprechen sie Englisch (auf der anderen Seite auch, aber da wird halt auch diese andere Sprache reingemixt). Wichtiger ist jedoch, dass es mir dort definitiv gefallen hat und es noch genug zu sehen gibt. Wenn aber ein perfekter Job in der Mitte oder im Osten Kanadas zu finden ist, na dann gehe ich natürlich auch dort hin.

„Ich würde auch so gerne mal nach Kanada…“

Erfüllen muss sich diesen Wunsch schon jeder selbst. Allerdings garantiere ich ausführliche Berichte in Wort und Bewegtbild. Wer also selbst noch nicht nach Kanada kann, der darf es mit mir zusammen erleben.

Warnung wie immer, dass es dumme Sprüche und viel Sarkasmus geben wird. Auch ein unnötig hohes Maß an Selbstreflektion, Selbstzweifel und Sarkasmus. Ja, ich habe Sarkasmus zweimal erwähnt.

Außerdem werde ich die Vorbereitung dokumentieren, also wie ich Geld spare, wie ich umziehe, was ich so alles einpacke, welche Internetseiten hilfreich sind – Dinge, die ich sowieso mache und dann auch gleich festhalten kann.

 

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