Letztendlich sind wir dem Universum egal: Review

Meine Liebe für- beziehungsweise Sucht nach- Trailern hat mich auf dieses Buch gebracht. Dieses Jahr erscheint eine Verfilmung des Buches und als ich den Trailer schaute, fand ich das Konzept faszinierend.

Worum geht es?
Ein Mensch wacht jeden Morgen im Körper eines anderen (gleichaltrigen) Menschen auf. Niemals bleibt dieser Mensch dort für länger als einen Tag und niemals schlüpft er in dieselbe Person zweimal. Es ist nicht steuerbar und wird erst in dem Moment zum echten Problem, indem sich der Protagonist (Name: A) verliebt, denn A besitzt keinen eigenen Körper und sieht jeden Tag anders aus. Wie erklärt man das?

Autor des Buchs ist David Levithan und in Deutschland ist das Buch beim Fischer Verlag erschienen.

Spoilerfreie Meinung über das Buch?
Es fiel mir zunächst nicht ganz leicht, mich an die Jugendlichkeit dieses Jugendbuches zu gewöhnen. Ich habe seit längerem kein YA gelesen und die Ich-Erzählung, die vielen überschwänglichen Gefühle und inneren Monologe bereiteten mir zunächst Schwierigkeiten. Allerdings führt der flotte Lesefluss auch dazu, dass man relativ schnell hängenbleiben kann.

Dadurch stellt man im Laufe des Buches fest, dass wir schnell erwachsen werden. Wenn jemand (zum Beispiel Ich) zu Beginn des Buches denken würde, dass dieses Konzept unheimlich interessant ist und sich dann ärgert, dass man erst einmal mit einer Liebelei vorlieb nehmen muss, dann wird jemand (zum Beispiel Ich) trotzdem bei Laune gehalten, weil ethische und moralische Fragen stets bestehen bleiben. Ein großer Bonus ist auf jeden Fall die Vielfalt der Personen, in die A schlüpft und die daraus entstehenden Probleme (wenn sie denn entstehen).

Leseempfehlung?
Wer YA gerne liest, sollte das Buch auf jeden Fall wegen seiner Grundidee in die Hand nehmen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass der Trailer für den entsprechenden Film in eine etwas andere Richtung geht, als das Buch. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, so viel Zeit ist es auch wert.

Was nehme ich als Schriftsteller mit?

Wenig, das muss ich zugeben. Schreibstil und Perspektive haben mit meiner eigenen Arbeit nichts gemein. Auch die rasante Entwicklung in nur wenigen Wochen sagt mir nicht zu. Allerdings bleibt wie erwähnt das Gefühl zurück, dass es dem Autor gelungen ist, dem Leser zu vermitteln, dass der Protagonist erwachsen wird. Ausnahmsweise musste der entsprechende Gedanke dazu gar nicht in einen Monolog gepackt werden, Gott sei Dank.

PS: Im Original heißt das Buch nur „Every Day“. Mir gefällt der deutsche Titel sehr viel besser! Letztendlich sind wir dem Universum egal…

 

Wer hat das Buch gelesen und hat eine Meinung dazu?

– Vitani S.

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