Kann man mit Schreiben Geld verdienen?

Einfache Antwort: Ja.

Schwierige Antwort: Ja, wenn…

Die drei Punkte können hier für alles Mögliche stehen. Wenn… Ihr nicht einfach zu faul für einen anderen Job seid. Wenn… Ihr schon seit jeher schreibt und lest und träumt. Wenn… Ihr bereit seid, auf die Fresse zu fliegen.

Zunächst einmal müsst Ihr Euch überlegen, was Ihr schreiben wollt. Egal ham we nich! Wo liegen Eure Stärken und womit wollt Ihr Geld verdienen? Seid Ihr witzig, aufgeschlossen und abenteuerlustig, dann ab zu Youtube. Baut Ihr gerne Welten, seht in anderen Menschen potentielle Buch-Charaktere und lest jedes Buch, das Ihr in die Finger bekommt? Fangt an einen Roman zu schreiben. Habt Ihr zu jedem Thema etwas zu sagen, dann nehmt Auftragsarbeit an.

In späteren Posts werde ich noch genauer auf die einzelnen Möglichkeiten eingehen. Jetzt gerade zählt jedoch nur eine Quintessenz: Es.Ist.Schwere.Arbeit.

In anderen Worten für diejenigen, die immer noch glauben, dass ihnen das Schreiben schon irgendwie zufliegen wird: Ihr müsst üben, lernen und tatsächlich abliefern. Ergo müsst Ihr Euch Möglichkeiten suchen, Eure Fähigkeiten zu verbessern. Lasst Eure Texte von Menschen lesen, die Euch tatsächlich kritisieren und überarbeitet sie (die Texte, Menschen lassen sich für gewöhnlich schwerer überarbeiten). Für Schüler bedeutet das, sich in der Schülerzeitung zu engagieren. Gleiches gilt für Studierende und Uni-interne Magazine. Weder Schüler noch Student? Nehmt an Schreibkursen und Wettbewerben teil.

Oder macht es wie ich und schreibt heimlich für Euch selbst, lest fleißig Stellenanzeigen, seht einen geilen Job, bewerbt Euch, geht hypernervös zum Vorstellungsgespräch, bekommt den Job, lernt, lernt, lernt und stellt irgendwann fest, dass Ihr immer noch nicht genug investiert. Dann lest Bücher übers Schreiben, vergesst selbst zu schreiben, hasst Euch selbst, fangt wieder an, hört wieder auf, fangt wieder an, hört wieder auf…

Jede Erfahrung zählt. Gut oder schlecht. Lang oder kurz. Die Zukunft hat es so an sich, eine kleine Bitch zu sein und immer nur lachend auf die Vergangenheit zu verweisen. Die blöde Kuh zeigt nie ihre Karten bevor es zu spät ist. Also fangt heute an. Sofort. Hier und jetzt.

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