17 Wege um Geld VOR Work & Travel zu sparen

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Reisen kostet Geld. Also muss man sparen, sofern man nicht in eine reiche Familie hineingeboren wurde. Das ist nicht immer spaßig, aber ein notwendiges Opfer, das man bringen muss.

Ich selbst habe „wie spare ich für Work and Travel“ schon etliche Male gegoogelt. Auch Videos von Reisebloggern, die aktuell unterwegs sind, und die von Spartipps handeln, gönne ich mir wie meine wöchentliche Dosis Brooklyn 99.

Da es für mich auch bald losgeht (Kanada 2020) wird es wohl Zeit, meine eigenen Tipps zu teilen. Denn die Frage „Wie kann sie sich das eigentlich leisten?“ ist berechtigt.

Was ich persönlich mache, um Geld für meinen Auslandsaufenthalt zu sparen

1. Werbung durchschauen und im Alltag sparen

Einer der größten Kostenfaktoren ist diese lästige Nahrungsaufnahme. Nicht nur, dass wir essen müssen, um zu überleben, wir tun es meist auch noch gerne. Wer jedoch in der luxuriösen Situation ist, alleine zu leben und für den Einkauf zuständig zu sein, kann hier eine Menge sparen.

Selbst kochen ist natürlich der erste Schritt. Doch auch bei den Zutaten kann man sparen, indem man die Werbungen der umliegenden Supermärkte studiert. Wer wie ich keine Lust auf massig Papierkram hat, der kann die Prospekte auch online abrufen.

Gleiches gilt für Nicht-Essbares wie Hygieneartikel oder Unterhaltungsmedien – wer für etwas spart, der muss hier zusätzlichen Aufwand betreiben. Das Problem ist, dass das Nichtausgeben von Geld sich häufig weniger nach sparen anfühlt, als zusätzliches Geld verdienen. Aber besonders, wenn ihr lange im Voraus plant, kann hier einiges zusammenkommen.

2. Wer rausgeht, gibt auch Geld aus

Sorry, aber wer nicht reich ist und ins Ausland will, der muss Abstriche machen. Jede Woche ins Kino? Teuer. Mehrmals die Woche essen gehen? Fressen frisst ein Loch in deinen Geldbeutel. In Läden stöbern? Du wirst etwas kaufen.

Es ist nicht so, dass man den ganzen Tag zu Hause hocken muss, um Geld zu sparen. Doch in der Zeit, in der möglichst viel gespart werden soll, muss man die Versuchungen verringern. Das kann besonders schwierig sein, wenn man mit Freunden und Familienmitgliedern unterwegs ist, die nicht vorhaben, dem Kapitalismus demnächst den Kampf anzusagen.

3. Netflix teilen

Ein Luxus, den ich nicht aufgeben werde, ist mein Netflix-Abo. Ich meine, sparen ist schön und gut, aber wir sind auch keine Höhlenmenschen. Zum Glück gibt es diesen netten Trick, bei dem man auf vier Geräten gleichzeitig schauen kann und dafür nur 15,99€ bezahlt. Findet man also drei Menschen, denen man halbwegs vertraut, kann man Netflix für 4€ im Monat genießen.

4. Strom sparen

Noch so eine Sache, die sich zunächst nicht wie sparen anfühlt. Denn eine halbe Stunde länger zu warten, bis man abends das Licht anmacht, kann ja nun wirklich den Kohl nicht fett machen, oder? Stimmt schon, aber wenn man an vielen kleinen Stellen spart, erwartet einen unter Umständen eine schöne Rückzahlung vom Stromanbieter.

Maßnahmen für das Stromsparen:

  • Alle Rollos auf, damit möglichst viel natürliches Licht ins Zimmer kommt
  • Geräte nicht im Standby Modus laufen lassen
  • Stecker ziehen, wenn man über Nacht weg ist
  • Wasserkocher nicht zu voll machen
  • Essen im Kühlschrank nicht stundenlang anstarren
  • Energiesparmodus von Smartphone/Tablet/Laptop nutzen
strom sparen
Ist er (der Stecker) schon raus?

5. Wasser sparen

Ähnliches Prinzip wie beim Stromsparen: Wer aufmerksam ist, kann auf Rückzahlungen hoffen. Wer Pech hat (hi!), bei dem werden allerdings jedes Jahr die Nebenkosten erhöht, auf die man keinen Einfluss hat (Reinigung, Außenanlage, Aufzug, …). Dann hilft Wassersparen – ob nun beim Heizen, Abwasch oder Duschen – leider nicht dabei, mehr zu sparen, sondern verhindert nur, dass man eine fette Nachzahlung auf den Tisch legen muss.

6. Keine neue Kleidung kaufen

Das letzte Kleidungsstück, das ich gekauft habe, war ein Kleid für eine Hochzeit. Da kam ich nicht so recht drum herum. Ansonsten schlendere ich nicht durch die Innenstadt und gehe nicht auf Shopping-Websites.

Hat man das erst einmal ein paar Monate durchgezogen, merkt man schnell, dass man so gut wie nie neue Klamotten braucht. Stattdessen stellt man fest, wie viel Zeug man nur im Schrank rumliegen hat.

Klar sehe ich manchmal etwas, was ich gerne hätte. Und das ein oder andere Kleidungsstück wäre auch hilfreich. Aber notwendig? Eigentlich nichts. Es hilft, wenn man sich ein bisschen Kapitalismuskritik und Minimalismus gönnt – ohne gleich in die Wildnis zu ziehen oder einfach alles wegzuwerfen.

7. Miete sparen und bei den Eltern einziehen

Ein gemeiner Tipp, ich weiß. Nicht nur, dass nicht jeder die Möglichkeit hat, bei seinen Eltern einzuziehen, es klingt auch nicht unbedingt nach Spaß. Aber der größte Kostenfaktor ist nun mal die Miete.

Wer also die Chance sieht, bei Familienmitgliedern für ein paar Wochen oder Monate unterzukommen, der kann direkt vor der Abreise noch mal richtig sparen. Entweder weil man die eigene Wohnung beziehungsweise das eigene Zimmer früher kündigt oder weil man es früher untervermietet.

Dafür muss man dann aber auch möglicherweise als Erwachsener wieder nach den Regeln der eigenen Eltern spielen – eine schwierige Entscheidung.

Was man noch machen kann, um zu sparen

8. Zusätzliche Jobs annehmen

Mehr sparen, indem man mehr Geld einnimmt. Wer kein Problem damit hat, seine Freizeit aufzugeben, kann zusätzlich arbeiten gehen. Das ist wohl auch die häufigste Methode, die allerdings mit den anderen Tipps verbunden werden muss. Ansonsten wägt man sich schnell in Sicherheit und am Ende bleibt trotzdem nicht viel übrig.

Wer allerdings bei den Tipps 1 bis 7 Tränen in den Augen hatte, weil er sein Leben nicht einschränken möchte, der fährt mit zusätzlichen Einnahmen sicherlich besser.

9. Kredit aufnehmen

Wer spontan ins Ausland möchte – egal ob nun für ein paar Wochen oder einen ganzen Work & Travel Aufenthalt -, der hat vielleicht gar keine Zeit zum Sparen. Dann hilft nur der Kredit.

An der kanadischen Grenze kann es beispielsweise passieren, dass man ausreichend Geldmittel nachweisen muss, damit man einreisen darf. Im Zweifel sollte man dabei auch bei Familien und (sehr) guten Freunden nachfragen. Nicht in jeder Beziehung sollte Geld eine Rolle spielen, aber wenn man sich so die Zinsen spart und das Geld zurückzahlt, sobald man seinen ersten Job hat, muss man es in Erwägung ziehen.

10. Geburtstag/Weihnachten

Besonders jüngere Reisende können an Feiertagen immer noch auf Geld hoffen. Das geht dann direkt in das Sparschwein, das am besten noch in den Farben des Ziellandes angemalt wird. Man kann auch problemlos zu Freunden und Familien sagen, dass man statt Geschenke lieber Futter für das Schwein haben möchte. Damit erfüllt ihr euch nicht nur einen Traum, eure Liebsten müssen auch nicht grübeln, was sie euch schenken sollen.

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Echtes Schwein, kostet Geld, spart es aber nicht.

11. Zeug verkaufen

Wer für längere Zeit ins Ausland geht, der muss häufig seine Wohnung aufgeben. Dann müssen Hab und Gut irgendwo untergebracht werden. Statt sich den Kopf zu zermartern, wo das alles bloß hin soll, kann man auch einfach so viel wie möglich verkaufen.

Denn bei Work & Travel nimmt man ohnehin nur einen Koffer oder einen großen Rucksack mit. Kommt man dann zurück, merkt man erst, wie viel Kram man hat. Wer clever ist, verkauft vieles von dem Zeug vorher und nutzt das Geld für die Reisekasse.

Letzte Schritte

12. Rechtzeitig Verträge kündigen

Tipps geben, die ich selbst nicht befolge? Kann ich. Naja, man muss mir zu Gute halten, dass ich aus meinem Internetvertrag einfach nicht eher rauskomme. Aber alles andere sollte man rechtzeitig kündigen!

Nichts ist ärgerlicher, als für etwas zu bezahlen, was man nicht nutzt, weil man in einem ganz anderen Land lebt. Mögliche Dinge, die man kündigen muss:

  • Stromvertrag
  • Internetvertrag
  • Handyvertrag
  • Fitnessstudio-Mitgliedschaft

13. Kreditkarten mit Bonus nutzen

Wer sich die Mühe machen möchte und konsequent beim Kündigen von Verträgen ist, der kann sich durch Kontoeröffnungen und Kreditkarten-Boni ein paar Hundert Euro zusammenkratzen. Viele Banken und Kreditkartenanbieter schenken nämlich 50 oder gar 100€, wenn man ein Konto eröffnet.

Die Falle lauert natürlich, wenn man das Kleingedruckte nicht liest oder schlimmer noch, nicht rechtzeitig kündigt – ihr erinnert euch sicherlich an Punkt Nummer 12.

Doch letztlich ist es geschenktes Geld und wer weiß, vielleicht gefällt euch der Service sogar und ihr behaltet die Kreditkarte oder das Konto.

14. Flüge im Auge behalten

Auch wenn man noch nicht genau weiß, wann man eigentlich losfliegt, sollte man schon ein paar Monate vorher die Flüge im Blick behalten. Auch Seiten wie Urlaubsguru und Urlaubspiraten haben von Zeit zu Zeit mal Angebote, die interessant sein könnten.

So spart man unter Umständen viel Geld. Wer spontan fliegt, muss die üblichen Preisvergleichsseiten in Anspruch nehmen und vor allem auf Tipp Nummer 17 achten.

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15. Wohnung untervermieten/abmelden

Mieten steigen. Daher fressen sie häufig einen Großteil des Monatsbudgets. Wer länger als 3 Monate ins Ausland geht, sollte auf jeden Fall untervermieten oder kündigen. Ansonsten seht ihr auf jedem Kontoauszug diesen riesigen Abzug für…nichts.

16. Mietwagen auf deutschen Websites buchen

Ich gehe jetzt noch nicht auf die Spartipps ein, die man befolgen sollte, wenn man erst einmal im Ausland ist. Aber wer gerne plant, der bucht wahrscheinlich schon im Voraus ein Hotel oder Mietwagen.

Bei Mietwagen empfiehlt sich die Buchung über eine deutsche Website. Hier versteht ihr nicht nur mit Sicherheit, was ihr mietet, ihr umgeht auch nervige Zusatzversicherungen. In verschiedenen Ländern gibt es verschiedene Pflichtversicherungen. Etablierte deutsche Unternehmen kennen sich damit aus und somit sind die wichtigen Versicherungen immer schon mit drin.

Bucht ihr hingegen über ausländische Websites, wisst ihr nicht genau, was ihr bekommt. Außerdem ist es Gang und Gebe, dass ihr, wenn ihr den Wagen abholt, noch mit einem freundlichen Mitarbeiter sprecht, der euch darauf hinweist, dass ihr unbedingt noch eine Zusatzversicherung braucht – was eigentlich so gut wie nie der Fall ist.

Ich buche Mietwagen daher über deutsche Seiten. Das gilt nicht nur für die Planung vorher, auch während des Aufenthaltes, sollte man diese Möglichkeit nutzen.

17. Cache leeren

Last but not least: Den Cache eures Browsers leeren. Obwohl mittlerweile viele Blogger, Portale und Freunde, die aus dem Urlaub zurückkommen, darauf hinweisen, ist dieser Tipp trotzdem irgendwie geheim: Löscht den Cache eures Browsers.

Denn Reisewebsites/Vergleichsseiten sehen euren Standort und Suchverlauf und unter Umständen erhöhen sich so die Preise – oder sie fallen. Kein Witz! Also sucht ruhig eine Weile nach dem besten Angebot, doch bevor ihr es annehmt, solltet ihr in Erwägung ziehen, den Cache und Cookies löschen. Wie sinnvoll das wirklich ist, wird von Experten noch diskutiert. Ich würde sagen: Einfach ausprobieren.

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Bonustipp: Teilen macht Spaß! Wenn ihr Tipps habt, dann teilt sie mit anderen und mit mir. Das machen schon viele Menschen in Foren und Facebook-Gruppen, also macht einfach mit. So helfen Reisende sich gegenseitig.

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In speziellen Gruppen für beispielsweise Vancouver oder London könnt ihr Erfahrungen lesen und so auf Tipps stoßen, die euch nie eingefallen wären. Auch Dauercamper, Wanderer und Radfahrer haben ihre Expertise und viele sind bereit, sie mit euch zu teilen – nutzt das ruhig.

 

 

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